KI-Tools im Überblick: welches Werkzeug für welche Aufgabe
KI-Tools sind Programme, die mit Sprachmodellen Text, Code, Übersetzungen oder Arbeitsschritte erzeugen. Diese Übersicht vergleicht acht Werkzeuge nach Aufgabe, Preis und Datenstandort: von ChatGPT Plus für USD 20 pro Monat bis zu Assistenten auf Firmendaten wie Vectoryon ab CHF 49 pro Person und Monat. Sie ist eine Einordnung aus Anbieterperspektive, keine neutrale Testreihe, und sie benennt bei jedem Werkzeug, wo die Daten liegen.
Die Liste ist bewusst kurz. Es gibt tausende KI-Tools, aber für ein KMU zählen wenige Kategorien: Text und Recherche, Übersetzung, Code, Office-Integration und Assistenten auf den eigenen Firmendaten. Pro Kategorie steht hier ein etabliertes Werkzeug, nicht zehn austauschbare. Vectoryon selbst deckt genau eine Zeile der Tabelle ab und wird nicht über die anderen gestellt.
Wie diese KI-Tools Übersicht sortiert ist
Sortiert wird nach Aufgabe, nicht nach Bekanntheit. Die Frage ist nie, welches KI-Tool das beste ist, sondern welches die anstehende Arbeit erledigt: einen Text entwerfen, einen Vertrag übersetzen, Code schreiben, Mails einordnen. Wer die Aufgabe kennt, findet in der Tabelle unten die passende Zeile.
Drei Angaben stehen pro Werkzeug: die Aufgabe, der Preis der günstigsten Bezahlstufe und der Ort, an dem die eingegebenen Daten verarbeitet werden. Die Preise stammen von den Anbieterseiten und aus Preisübersichten mit Stand August 2026. Sie ändern sich laufend, Microsoft etwa hat die Copilot-Preise zum 1. Juli 2026 neu geordnet. Vor einem Kauf gilt darum die Anbieterseite, nicht diese Tabelle.
Was die Tabelle nicht enthält: Bild- und Videowerkzeuge. Vectoryon bedient dieses Feld nicht und kann es nicht seriös vergleichen. Ebenfalls fehlen reine Entwickler-Schnittstellen, weil sie für die meisten KMU ohne eigenes Entwicklerteam nicht relevant sind.
Warum der Datenstandort das wichtigste Vergleichskriterium ist
Die Modelle der grossen Anbieter liegen in ihrer Leistung nah beieinander. Was einen Alltagstext betrifft, schreiben ChatGPT, Claude, Gemini und Le Chat vergleichbar gut. Der Preisunterschied zwischen USD 14.99 und USD 20 pro Monat ist für einen Betrieb unerheblich. Was die Werkzeuge wirklich trennt, ist der Umgang mit den Eingaben.
Wer eine Kundenmail in ein KI-Tool kopiert, übergibt Personendaten an einen Verarbeiter. Nach dem revidierten Datenschutzgesetz, in Kraft seit dem 1. September 2023, bleibt der Betrieb dafür verantwortlich. Drei Fragen entscheiden: Wo stehen die Server? Werden Eingaben zum Training verwendet? Lässt sich der Zugriff protokollieren und entziehen?
Die Antworten fallen je nach Anbieter verschieden aus. OpenAI und Anthropic verarbeiten Consumer-Konten auf Servern in den USA. Mistral wirbt mit Datenhaltung in der EU, DeepL mit Servern in der EU. Microsoft hält die Daten in der Region des Microsoft-365-Tenants, für Schweizer Kunden auch in der Schweiz. Vectoryon hält die Daten in der Schweiz und führt die beteiligten Dienstleister in der Datenschutzerklärung auf. Für Betriebe mit Berufsgeheimnis, etwa Treuhand oder Anwaltskanzleien, ist diese Spalte wichtiger als jede Modellbenchmark.
KI-Tools nach Aufgabe: Preis und Datenstandort
Preise gemäss Anbieterangaben und Preisübersichten, Stand August 2026, jeweils die günstigste Bezahlstufe für eine Person, ohne Mehrwertsteuer und ohne vorausgesetzte Grundlizenzen. Datenstandorte gemäss Anbieterdokumentation.
| Aufgabe | Werkzeug | Preis pro Monat | Wo liegen die Daten? |
|---|---|---|---|
| Text und Recherche | ChatGPT (OpenAI) | USD 20 (Plus) | USA |
| Text und Recherche | Claude (Anthropic) | USD 20 (Pro) | USA |
| Text mit EU-Datenhaltung | Le Chat (Mistral) | USD 14.99 (Pro) | EU, Frankreich |
| Recherche im Google-Umfeld | Gemini (Google) | USD 19.99 (AI Pro) | USA |
| Übersetzung | DeepL | ab EUR 8.99 (Starter) | EU, nach Anbieterangabe |
| Code-Vervollständigung | GitHub Copilot | USD 10 (Pro) | USA |
| Office-Integration | Microsoft 365 Copilot | USD 21 (Add-on) | Region des M365-Tenants, Schweiz möglich |
| Assistent auf Firmendaten | Vectoryon | ab CHF 49 pro Person | Schweiz |
Die Angaben ändern sich laufend. Massgeblich ist die Preisseite des jeweiligen Anbieters. Die Zeile Vectoryon beschreibt unser eigenes Produkt, die übrigen Zeilen beruhen auf öffentlichen Angaben der Anbieter.
Was Vectoryon nicht tut
- Vectoryon erzeugt keine Bilder und keine Videos. Dieses Feld bedienen andere Anbieter.
- Vectoryon ersetzt weder ChatGPT noch DeepL für private Zwecke. Der Nutzen liegt bei Firmendaten: Postfach, Ablage, Belege, Aufgaben.
- Vectoryon führt keine Buchhaltung und keine Lohnadministration. Es bereitet Daten auf und exportiert sie in die Fachsoftware.
- Der Assistent handelt nicht ohne Aufsicht. Nach aussen wirksame Schritte gehen vorher über einen Menschen.
- Diese Übersicht ist keine neutrale Testreihe. Sie stammt vom Anbieter einer der acht Zeilen. Für unabhängige Vergleiche sind Drittquellen heranzuziehen.
Details
Die besten KI-Tools kostenlos nutzen: was die Gratisstufen taugen
Fast jedes Werkzeug der Tabelle hat eine Gratisstufe. ChatGPT, Gemini und Le Chat lassen sich ohne Konto-Kosten nutzen, mit gedrosselten Modellen oder einer begrenzten Nachrichtenzahl pro Tag. DeepL übersetzt kürzere Texte kostenlos. GitHub Copilot hat eine Free-Stufe für gelegentliches Programmieren.
Für den Einstieg ist das der richtige Weg. Wer noch nie mit einem Sprachmodell gearbeitet hat, lernt in den Gratisstufen ohne Risiko, was die Werkzeuge können: Entwürfe, Zusammenfassungen, Übersetzungen, einfache Auswertungen. Ein Monat Ausprobieren mit unkritischen Texten zeigt mehr als jeder Ratgeber.
Die Grenze verläuft bei Firmendaten. Gratisstufen finanzieren sich unter anderem darüber, dass Eingaben zum Training verwendet werden dürfen, sofern man das nicht in den Einstellungen abschaltet. Lohnabrechnungen, Kundendossiers und Verträge gehören deshalb in kein Gratiskonto. Wer KI-Tools kostenlos testet, sollte das mit erfundenen oder öffentlichen Daten tun und für den Ernstfall auf eine Bezahlstufe mit Auftragsverarbeitungsvertrag wechseln.
KI-Tools im Unternehmen einführen: Reihenfolge und Kosten
Die bewährte Reihenfolge hat drei Schritte. Erstens eine Aufgabe wählen, die oft vorkommt und deren Ergebnis leicht prüfbar ist, etwa Antwortentwürfe für wiederkehrende Anfragen. Zweitens ein Werkzeug dafür zwei Wochen im Alltag testen, mit zwei oder drei Personen. Drittens erst dann breiter ausrollen und die nächste Aufgabe anschliessen. Betriebe, die mit einer Grosseinführung für alle starten, verlieren meist Monate in Schulungen für Werkzeuge, die dann niemand nutzt.
Zu den Kosten: Ein einzelnes Chat-Abo kostet USD 14.99 bis USD 20 pro Monat und Person. Microsoft 365 Copilot kostet USD 21 pro Person und Monat zusätzlich zur bestehenden Microsoft-Lizenz. Vectoryon kostet ab CHF 49 pro Person und Monat, enthält dafür den Arbeitsbereich, den Assistenten und die Anbindung an Microsoft 365. Dazu kommt bei jedem Werkzeug der Einführungsaufwand, der vom Zustand der eigenen Daten abhängt. Eine gepflegte Ablage ist in Tagen angebunden, ein gewachsenes Chaos braucht zuerst Aufräumarbeit.
Ein Hinweis zur Werkzeugzahl: Ein KMU braucht selten mehr als zwei oder drei KI-Tools. Ein Chatdienst für allgemeine Texte, allenfalls DeepL für Übersetzungen und ein Assistent auf den Firmendaten decken die meisten Fälle ab. Zehn parallele Abos erzeugen vor allem Verwaltungsaufwand.
Häufige Fragen
Welches KI-Tool ist das beste für ein KMU?
Das hängt von der Aufgabe ab. Für allgemeine Texte reicht ein Chatdienst wie ChatGPT oder Le Chat, für Übersetzungen DeepL, für Arbeit auf Firmendaten ein angebundener Assistent wie Vectoryon. Ein einzelnes bestes Werkzeug für alles gibt es nicht.
Sind kostenlose KI-Tools für Firmendaten geeignet?
Nein. Gratisstufen dürfen Eingaben oft zum Training verwenden und bieten keinen Auftragsverarbeitungsvertrag. Zum Lernen mit unkritischen Texten sind sie gut, für Kundendaten braucht es eine Bezahlstufe mit vertraglicher Grundlage.
Wo speichern KI-Tools die eingegebenen Daten?
Je nach Anbieter verschieden: OpenAI, Anthropic und Google verarbeiten Consumer-Konten in den USA, Mistral und DeepL in der EU, Microsoft in der Region des Microsoft-365-Tenants. Vectoryon hält die Daten in der Schweiz.
Was kostet ein KI-Tool im Monat?
Chatdienste kosten USD 14.99 bis USD 20 pro Person und Monat, Microsoft 365 Copilot USD 21 zusätzlich zur Microsoft-Lizenz, Vectoryon ab CHF 49 pro Person und Monat inklusive Anbindung an die Firmendaten. Stand August 2026, massgeblich sind die Anbieterseiten.
Wie viele KI-Tools braucht ein Betrieb?
Selten mehr als zwei oder drei: einen Chatdienst für allgemeine Texte, allenfalls ein Übersetzungswerkzeug und einen Assistenten auf den Firmendaten. Mehr Abos erzeugen vor allem Verwaltungsaufwand.
Welche KI-Tools halten Daten in der Schweiz?
Vectoryon hält die Daten in der Schweiz, die beteiligten Dienstleister stehen in der Datenschutzerklärung. Microsoft 365 Copilot kann Daten in der Schweizer Region des Tenants halten. Die grossen Chatdienste verarbeiten Consumer-Konten in den USA oder der EU.
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