Vectoryon für Kanzlei
KI für Anwaltskanzleien und Notariate
Eingaben zusammenfassen, Fristen eintragen, Mandantenpost vorbereiten. Rechtliche Beurteilung und Unterschrift bleiben bei der Anwältin und beim Notar.
Sprachmodell in der Schweiz, Daten in Zürich, jede Nachricht nach aussen mit Freigabe
KI für Anwälte heisst bei Vectoryon: ein Assistent, der Eingaben liest, Fristen als Termin vorschlägt und Schreiben aus den Vorlagen der Kanzlei entwirft, während die rechtliche Beurteilung bei der Anwältin bleibt. Vectoryon ist ein KI-Workspace für Schweizer Betriebe ab CHF 49 pro Person und Monat. Für Anwaltskanzleien und Notariate läuft das Sprachmodell ausschliesslich in der Schweiz, die Daten liegen in Zürich. Vectoryon arbeitet mit dem Berufsgeheimnis nach Artikel 321 des Strafgesetzbuches und gibt keine Rechtsberatung.
Kanzlei-Assistent
Liest neue Eingaben und Mails, ordnet sie der Akte zu, schlägt Fristen vor und entwirft Schreiben aus den Vorlagen der Kanzlei
Zusammenfassung pro Eingang, Fristvorschlag im Kalender, Entwurf an den Mandanten zur Freigabe
- 1.Die neue Klageschrift im Fall Keller lesen und die Forderung zusammenfassen
- 2.Die im Schreiben genannte Frist als Termin im Outlook-Kalender vorschlagen
- 3.Eine Mail an den Mandanten und den Entwurf einer Stellungnahme aus der Vorlage vorbereiten
- 4.Die Anwältin prüft Frist und Text und gibt frei
- 5.Erst nach der Freigabe geht die Mail an den Mandanten
KI für Anwälte: was der Assistent in Kanzlei und Notariat übernimmt
Die erste Arbeit ist der Eingang. Eine Klageschrift, eine Verfügung oder ein Schreiben der Gegenseite kommt als PDF per Mail. Der KI-Assistent von Vectoryon liest das Dokument, ordnet es der Akte zu und fasst Forderung, Begründung und genannte Fristen zusammen, mit Verweis auf die Seite, aus der jede Angabe stammt.
Die zweite Arbeit ist die Frist. Der Assistent übernimmt die im Schreiben genannte Frist als Terminvorschlag in den Outlook-Kalender der zuständigen Person. Die Berechnung und Kontrolle der Frist bleibt bei der Anwältin, der Vorschlag ist eine Erinnerung, kein Fristenbuch.
Die dritte Arbeit ist die Mandantenpost. Aus den Vorlagen der Kanzlei entsteht eine Mail an den Mandanten mit dem Stand der Sache oder der Entwurf einer Stellungnahme. Die Anwältin liest, ändert und gibt frei. Erst dann geht etwas hinaus.
Die vierte Arbeit ist die Suche in eigenen Unterlagen. Wer wissen will, welche Vertragsvorlage die Kanzlei für Arbeitsverträge mit Konkurrenzverbot verwendet, fragt in normaler Sprache und bekommt die Antwort mit Verweis auf das Dokument.
Im Notariat ist es ähnlich: Unterlagen für einen Grundstückkauf oder eine Gründung zusammentragen, fehlende Dokumente beim Klienten anfragen, Beurkundungstermine im Kalender vorschlagen, Urkundenentwürfe aus Vorlagen vorbereiten. Beurkundung und Unterschrift bleiben beim Notar.
Jeder Schritt wird mit Zeitpunkt und Freigabe protokolliert, und der Assistent darf nur, was die jeweilige Person in Microsoft 365 darf.
Anwaltsgeheimnis, Datenort und Auftragsbearbeitung bei Vectoryon
Rechtsanwälte, Notare und ihre Hilfspersonen unterstehen dem Berufsgeheimnis nach Artikel 321 des Strafgesetzbuches. Für Anwältinnen und Anwälte hält zusätzlich Artikel 13 des Anwaltsgesetzes (BGFA) das Berufsgeheimnis fest. Wer eine Mandantenakte in einen frei zugänglichen Chatdienst lädt, gibt sie an einen Dritten weiter, ohne Vertrag und meist ohne zu wissen, wo sie verarbeitet wird.
Vectoryon regelt drei Punkte schriftlich. Für Anwaltskanzleien und Notariate läuft die KI ausschliesslich in Rechenzentren in der Schweiz, und die Daten werden in Zürich gespeichert. Vectoryon unterzeichnet eine Vereinbarung zum Berufsgeheimnis nach Artikel 321 StGB, in der Vectoryon als Hilfsperson eingebunden ist. Dazu kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 9 des Datenschutzgesetzes, der Datensicherheit und Unterauftragnehmer festhält.
Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hält fest, dass das geltende Datenschutzgesetz direkt auf KI anwendbar ist, sobald Personendaten bearbeitet werden. Die Verantwortung gegenüber Mandanten und Aufsichtsbehörde bleibt bei der Kanzlei. Ob die Standesregeln des eigenen Kantons weitere Vorgaben machen, prüft die Kanzlei selbst. Mehr zur Rechtslage steht unter Künstliche Intelligenz in der Schweiz.
Legal Tech in der Schweiz: wo ein KI-Workspace hingehört
Unter Legal Tech in der Schweiz fallen sehr verschiedene Werkzeuge: Kanzleisoftware für Akten, Leistungserfassung und Rechnung, Datenbanken mit Rechtsprechung und Literatur, Programme zur Dokumentenprüfung bei Due Diligence und Werkzeuge für Vertragsvorlagen.
Vectoryon gehört in keine dieser Gruppen. Es ist ein KI-Workspace, der auf Mail, Kalender und Dokumenten der Kanzlei arbeitet. Der Assistent liest, was im Postfach und in der angebundenen Ablage liegt, und bereitet die Büroarbeit rund um ein Mandat vor. Für die Leistungserfassung, die Aktenführung und die Rechnung bleibt die Kanzleisoftware zuständig. Ein typischer Einsatz: Am Morgen fasst der Assistent die neuen Eingänge aller Mandate zusammen und listet die vorgeschlagenen Fristen.
Ebenso wenig ersetzt Vectoryon eine juristische Datenbank. Der Assistent hat keinen Zugang zu Rechtsprechung und Kommentaren aus kostenpflichtigen Sammlungen. Wer eine Recherche braucht, nutzt die Datenbank, für die die Kanzlei ein Abonnement hat. Was der Assistent liefert, ist Ordnung im Eingang, Fristen im Kalender und Entwürfe aus eigenen Vorlagen. Wie ein KI-Agent mit Werkzeugen arbeitet, steht unter KI-Agenten.
Integrationen
Outlook
Mandantenpost und Eingaben im Postfach über die Graph-Schnittstelle
Kalender
Fristen und Besprechungen im Outlook-Kalender der zuständigen Person
Vorlagen
Stellungnahmen, Mandantenbriefe und Urkundenentwürfe aus den Vorlagen der Kanzlei
Woher die Daten kommen
Der Assistent arbeitet auf drei Quellen. Die erste ist Microsoft 365: Outlook, Kalender, OneDrive und SharePoint werden über die Graph-Schnittstelle angebunden. Der Zugriff läuft über OAuth und lässt sich jederzeit entziehen. Die zweite sind hochgeladene Dokumente, als PDF, Word oder Excel. Die dritte sind die Vorlagen der Kanzlei.
Was nicht angebunden ist, sieht der Assistent nicht. Daten aus der Kanzleisoftware gelangen nur in den Workspace, wenn jemand sie exportiert oder hochlädt. Jede Aktion ist protokolliert: welches Dokument gelesen, welcher Entwurf erstellt, wer freigegeben hat.
Was es kostet
Der Vectoryon Workspace kostet ab CHF 49 pro Person und Monat. Darin enthalten sind der Assistent, die Vorlagen, die Tabellen, die Automationen und die Anbindung an Microsoft 365. Die aktuellen Stufen stehen unter Preise.
Dazu kommt die Einrichtung: Vorlagen hinterlegen, Ablage anbinden, Rechte pro Person festlegen. Wir nennen keine Pauschale und keine Zeitersparnis, weil die Spanne zwischen einer Einzelkanzlei und einer grossen Kanzlei zu gross ist.
Wo die Grenzen liegen
Vectoryon gibt keine Rechtsberatung. Der Assistent fasst zusammen und entwirft. Jede rechtliche Beurteilung, jede Eingabe und jede Unterschrift verantwortet die Anwältin oder der Notar.
Vectoryon führt kein Fristenbuch. Ein Terminvorschlag aus einem Schreiben ersetzt nicht die Fristenkontrolle der Kanzlei. Ein Sprachmodell kann sich irren, darum zeigt jede Angabe ihre Quelle.
Vectoryon ersetzt keine Kanzleisoftware und keine juristische Datenbank. Akten, Leistungserfassung, Rechnung und Recherche bleiben dort.
Vectoryon reicht nichts bei Gericht oder Behörden ein und handelt nicht ohne Aufsicht. Jede Nachricht an Mandanten, Gegenparteien oder Behörden geht über eine Freigabe durch einen Menschen.
Häufige Fragen
Darf ich als Anwalt ChatGPT für Mandantendaten nutzen?
Mit einem privaten oder kostenlosen Konto nein. Es fehlen der Auftragsverarbeitungsvertrag und eine Regelung zum Berufsgeheimnis nach Artikel 321 StGB. Vectoryon unterzeichnet beides.
Wo läuft die KI für Kanzleien?
Ausschliesslich in Rechenzentren in der Schweiz. Die Daten werden in Zürich gespeichert.
Gibt Vectoryon Rechtsauskünfte?
Nein. Der Assistent fasst Unterlagen zusammen und entwirft Texte aus Vorlagen. Die rechtliche Beurteilung bleibt bei der Anwältin oder beim Notar.
Ersetzt Vectoryon unsere Kanzleisoftware?
Nein. Akten, Leistungserfassung und Rechnung bleiben in der Kanzleisoftware. Vectoryon arbeitet daneben, mit Mail, Kalender und Dokumenten aus Microsoft 365.
Sieht jede Person alle Mandate?
Nein. Der Assistent arbeitet mit den Rechten der jeweiligen Person. Was sie in Microsoft 365 nicht öffnen darf, sieht auch der Assistent nicht.
Taugt Vectoryon auch für Notariate?
Ja, für die Büroarbeit: Unterlagen zusammentragen, fehlende Dokumente anfragen, Termine vorschlagen, Entwürfe aus Vorlagen. Beurkundung und Unterschrift bleiben beim Notar.
Quellen
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus diesen Quellen.
Vectoryon in Ihrer Kanzlei ansehen
Daten in der Schweiz gehostet, Verarbeitung nach revDSG.